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Radonmessung im Kanton Aargau

Radonmessung im Kanton Aargau

Ob und in welcher Konzentration Radon in einem Gebäude vorhanden ist, kann nur durch eine Messung festgestellt werden. Diese Seite erklärt die Grundlagen der Radonmessung, die verschiedenen Messarten und worauf bei der Durchführung zu achten ist.

Grundlagen der Radonmessung

Eine Radonmessung dient dazu, die Radonkonzentration in einem Gebäude zuverlässig zu erfassen. Die Aussagekraft der Messung hängt von verschiedenen Faktoren ab: Messart, Messdauer, Zeitpunkt im Jahr, ausgewählte Räume und Einhaltung des Messprotokolls.

Ziel der Messung

Ziel ist die Ermittlung der Radonkonzentration in den relevanten Räumen. Der Referenzwert in der Schweiz beträgt 300 Bq/m³ als Jahresmittelwert für Räume mit regelmässigem Personenaufenthalt. Die Messung liefert die Grundlage für eine fachliche Bewertung und gegebenenfalls für ein Sanierungskonzept.

Anerkannte Messung

Eine anerkannte Radonmessung wird von einer BAG-anerkannten Radonmessstelle nach definierten Protokollen durchgeführt. Sie liefert einen belastbaren Messwert, der als Grundlage für die Bewertung der Radonsituation und für allfällige Sanierungsmassnahmen dienen kann.

Orientierende Messung

Kurzzeitmessungen oder elektronische Messgeräte können Hinweise auf die Radonsituation liefern, ersetzen jedoch nicht automatisch eine anerkannte Radonmessung. Sie können eine erste Einschätzung ermöglichen, haben aber eine begrenzte Aussagekraft.

Wichtig: Die Plattform führt keine Messungen durch und verkauft keine Messmittel. Die Durchführung der Messung, die Auswertung der Resultate und die fachliche Bewertung erfolgen durch unabhängige anerkannte Radonmessstellen und Radonfachpersonen.

Messdauer, Räume und Heizperiode

Die Radonkonzentration in Innenräumen schwankt je nach Jahreszeit, Witterung, Lüftungsverhalten und Nutzung. Eine Messung muss diese Faktoren berücksichtigen, um ein aussagekräftiges Resultat zu liefern.

Dauer der Messung

Anerkannte Radonmessungen erstrecken sich in der Regel über mehrere Monate, um jahreszeitliche Schwankungen zu erfassen und einen repräsentativen Jahresmittelwert zu ermitteln. Kurzzeitmessungen von wenigen Tagen oder Wochen haben eine eingeschränkte Aussagekraft.

Heizperiode

In der Heizperiode (in der Regel von Oktober bis April) sind die Radonkonzentrationen häufig höher, da weniger gelüftet wird und die Gebäudehülle dichter geschlossen ist. Eine anerkannte Messung berücksichtigt diesen Effekt und erstreckt sich über einen ausreichend langen Zeitraum.

Auswahl der Räume

Gemessen wird in Räumen mit regelmässigem Personenaufenthalt. Dazu zählen Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büroräume und Kinderzimmer. Auch Keller und Hobbyräume können relevant sein, wenn sie regelmässig genutzt werden. Welche Räume im konkreten Fall zu messen sind, legt die Messstelle anhand des Messprotokolls fest.

Dosimeter, Messstelle und Messbericht

Die Messung erfolgt mit standardisierten Messgeräten, die von der Messstelle bereitgestellt und nach Abschluss der Messdauer ausgewertet werden. Der Messbericht dokumentiert die Ergebnisse und bildet die Grundlage für die weitere Bewertung.

Dosimeter

Für anerkannte Langzeitmessungen werden passive Dosimeter eingesetzt, die über mehrere Monate in den Räumen ausgelegt werden. Sie erfassen die Radonkonzentration kontinuierlich und ohne Stromanschluss. Nach der Messdauer werden sie an die Messstelle zurückgesandt und dort ausgewertet.

Messstelle

Eine anerkannte Radonmessstelle ist vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) anerkannt und führt Messungen nach definierten Protokollen durch. Sie stellt die Dosimeter zur Verfügung, wertet diese aus und erstellt den Messbericht. Die Liste der anerkannten Messstellen wird vom BAG veröffentlicht.

Auswertung

Die Auswertung der Dosimeter erfolgt im Labor der Messstelle. Der Messbericht enthält die gemessenen Werte in Bq/m³ pro Raum, Angaben zur Messdauer und gegebenenfalls Hinweise zur Bewertung. Die fachliche Interpretation des Berichts sollte durch eine Radonfachperson oder die Messstelle selbst erfolgen.

Messbericht und nächste Schritte

Nach Abschluss der Messung liegt der Messbericht vor. Er enthält die Messwerte für die einzelnen Räume und bildet die Grundlage für die fachliche Bewertung der Radonsituation.

Der Messbericht sollte idealerweise enthalten:
  • Name der anerkannten Messstelle
  • Datum und Dauer der Messung
  • Gemessene Räume und deren Nutzung
  • Messwerte in Bq/m³ pro Raum
  • Angabe, ob es sich um eine anerkannte Messung handelt
  • Gegebenenfalls Hinweise und Empfehlungen der Messstelle
Achtung: Ein Messbericht allein ist noch keine Sanierungsdiagnose. Die Bewertung, ob und welche Massnahmen erforderlich sind, muss durch eine fachlich qualifizierte Person auf Basis aller relevanten Informationen erfolgen.

Messbericht vorhanden? Übermitteln Sie Ihre Angaben und lassen Sie prüfen, ob eine Vermittlung an eine unabhängige Radonfachperson möglich ist.

Radonanfrage senden

Häufige Fragen zur Radonmessung

Wer kann eine Radonmessung durchführen?

Eine anerkannte Radonmessung wird von einer BAG-anerkannten Radonmessstelle durchgeführt. Private Messungen mit eigenen Geräten sind möglich, ersetzen aber nicht automatisch eine anerkannte Messung. Die fachliche Bewertung sollte in jedem Fall durch eine qualifizierte Stelle erfolgen.

Wie lange dauert eine anerkannte Radonmessung?

Anerkannte Radonmessungen erstrecken sich in der Regel über mindestens drei Monate und schliessen idealerweise einen Teil der Heizperiode ein. Die genaue Dauer richtet sich nach dem Messprotokoll der beauftragten Messstelle.

Welche Räume werden gemessen?

Gemessen wird in Räumen mit regelmässigem Personenaufenthalt. Welche Räume konkret gemessen werden, hängt vom Messziel, der Nutzung und den Empfehlungen der Messstelle ab. In einem Einfamilienhaus werden häufig das Wohnzimmer, Schlafzimmer und allfällige Hobby- oder Büroräume gemessen.

Kostet eine Radonmessung etwas?

Ja, eine anerkannte Radonmessung ist kostenpflichtig. Die Kosten variieren je nach Messstelle, Anzahl der Dosimeter und Umfang der Messung. In einigen Kantonen gibt es Förderprogramme oder kostenlose Messaktionen. Informationen dazu erhalten Sie bei der zuständigen kantonalen Fachstelle.

Was ist der Unterschied zwischen anerkannter Messung und Kurzzeitmessung?

Eine anerkannte Messung folgt standardisierten Protokollen, erstreckt sich über mehrere Monate und wird von einer BAG-anerkannten Messstelle durchgeführt. Eine Kurzzeitmessung dauert Tage bis wenige Wochen und liefert nur eine Momentaufnahme. Sie kann Hinweise geben, ersetzt aber keine anerkannte Messung.

Reicht eine Messung oder müssen mehrere Räume gemessen werden?

In der Regel werden mehrere Räume gemessen, insbesondere solche mit regelmässigem Personenaufenthalt. Die Radonkonzentration kann von Raum zu Raum unterschiedlich sein. Eine einzelne Messung in einem Raum kann nicht automatisch auf andere Räume übertragen werden.

Radonmessung im Aargau – jetzt informieren

Übermitteln Sie Ihre Situation und lassen Sie prüfen, ob eine Vermittlung an eine anerkannte Radonmessstelle möglich ist.

Wichtiger Hinweis: Die Plattform führt keine Messungen durch und verkauft keine Messmittel. Die Durchführung der Radonmessung, die Auswertung der Dosimeter und die fachliche Bewertung der Resultate erfolgen ausschliesslich durch unabhängige anerkannte Radonmessstellen und Radonfachpersonen. Die Plattform prüft lediglich, ob die übermittelten Angaben für eine mögliche Vermittlung ausreichen. Fernando Herrero Ruiz, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung Smithbros Productions, Öschlestrasse 75, 78315 Radolfzell, Deutschland. Keine eigene Niederlassung und kein eigener ausführender Radonbetrieb in der Schweiz.